Vor den Sommerferien ist nach den Sommerferien.

Ende Juni setzen die Lernenden der W2-Klassen den Grundstein für eine hoffentlich erfolgreiche Bewerbung, die im neuen Ausbildungsjahr zum Einsatz kommt. Zum Kick-off haben dazu vier Ehemalige unserer Schule ihre Schatztruhe voller wertvollen Erfahrungen geöffnet.

Sie heissen Özlem Öztürk, Christian Oertle, Valeria Marzo und Fabio Verde und alle werden sie im Sommer die berufspraktischen Prüfungen bestehen und bald das Praktikum abschliessen. In der Aula stellen sie vor rund hundert Lernenden und Lehrpersonen sich, ihre Branche und ihren Arbeitgeber vor.

Özlem berichtet von der Wichtigkeit des Bankensektors für die politische und wirtschaftliche Stabilität der Schweiz, erläutert, wie sich die Bank WIR mit ihrer eigenen Währung für die KMU einsetzt und schildert, wie facettenreich ihr Arbeitsalltag aussieht: Kundenbesuche, Arbeit in der Filiale, Marketing und Zahlungsverkehr sind nur einige der Betätigungsfelder, die Özlem in Basel und Zürich kennengelernt hat.

Während Özlem die Zinsmärkte studiert und analysiert, versucht Christian Oertle im weltweiten „Reisebüro“ DHL, den grösstmöglichen Komfort für Sendungen aller Art zu organisieren. Welches Transportmittel macht am meisten Sinn? Wo hat es genügend Platz? Welche „Einreisebestimmungen“ müssen berücksichtigt werden? Wer nimmt die Post entgegen? Was kostet der Transfer? Wer zahlt was? Fragen über Fragen, die ein Unternehmen der Distributionslogistik beatworten muss, will es Geld verdienen und nicht draufzahlen …

Valeria erzählt von ihren Eindrücken aus ihrer Tätigkeit beim Pharmariesen Novartis. Sie arbeitet in der Abteilung Dienstleistung und Administration. Manches sei langweilig, so etwa archivieren, kopieren, drucken, aber der täglich anfallende Papierkram gehöre dazu. „So isch es eifach!“, erklärt sie unmissverständlich. Daneben bucht und organisiert sie Meetings und arbeitet im HR-Bereich mit. Sie bekommt also hautnah mit, wer sich wie bewirbt und macht deutlich, wie wichtig eine makellose Bewerbung ist. Auf manche Stellen würden sich 300 Personen bewerben – warum soll die Novartis also Leute anstellen, die nicht seriös arbeiten können?

Valeria betont aber auch, wie wichtig es sei, selbstständig zu sein und aktiv mitzudenken, Ideen einzubringen. Prozessoptimierungen könnten für eine Firma dieser Grösse Millionen wert sein.

Fabio absolviert sein Praktikum in der Kantonsverwaltung, genauer: im Erziehungsdepartement. Dort hat er es mit den zahlreichen Betätigungsfeldern zu tun, die Betreuung, Schule und Ausbildung so mit sich bringen. Für ihn ein guter Mix aus der Arbeit mit Zahlen und mit Kommunikation, durchaus auch auf Französisch oder Englisch.

Nebst dem Einblick in die wertvollen Erfahrungen bekommen die Lernenden zusätzlich Tipps von den WMS-Absolventen. Einhellig betonen sie, wie wichtig (und clever) es sei, sich früh zu bewerben, um sich im Prüfungsjahr zu entlasten. In der Bewerbung müsse man sich unbedingt mit der Branche und Firma auseinandersetzen und ehrlich darüber Auskunft geben, was man kann. Lügen haben bekanntlich kurze Beine.

Valeria betont, wie sehr man in der Novartis auf das äussere Erscheinungsbild und auf das Auftreten im Internet achte. Zeigt man sich auf Instagram bauchfrei, werde man schnell zur Stripperin gestempelt – egal, wie gut die schulische Laufbahn bislang ausgefallen sei … Und für Absenzen sollte man besser eine gute Erklärung haben. Noch besser ist, keine Absenzen zu haben …

Christian appelliert daran, genug zu schlafen. Alles hänge davon ab: Leistungen, Noten, die Motivation und nicht zuletzt die Laune und die Gesundheit. Im letzten Prüfungsjahr zähle nur „lernen, lernen, lernen – da muss man durch!“ Ein Lernplan und von Beginn weg regelmässiges Lernen könne da helfen, meint Fabio. Ma werde das Erlernte sowieso benötigen. Alles, was man in der Schule lerne, sei wichtig fürs Praktikum, es tauche irgendwann alles „in den komischsten Formen“ auf, erklärt Valeria.

Daran anknüpfend, ergänzt Konrektorin Palaiologos, man wisse sowieso nie, wo man am Ende landen werde, alles könne irgendwann wichtig werden; und für Gespräche mit Kollegen sei ein breites Allgemeinwissen ohnehin wichtig.

Özlem, Christian, Valeria und Fabio: vielen Dank!!!

Und liebe W2ler: Machen Sie sich bewusst, was Sie wollen! Auf geht`s!

 

Rg

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