«Sei eine Ravioli-Dose!»
Direkt nach den Fasnachtsferien starteten die Abschlussklassen der WMS und IMS mit dem traditionellen Kulturtag in die Frühlingsmonate.
Am Abend besuchten die Lernenden gemeinsam mit ihren Klassenlehrpersonen das Schauspiel «Die Krume Brot» von Lukas Bärfuss. https://www.theater-basel.ch/de/diekrumebrot
Wie man ein Theaterstück inszeniert, konnten wir bereits am Morgen erfahren.
«I-A», «Powerball», «Lift», «Popcorn», «Bumerang» und «Bowlingkugel» – was zunächst nach einem heiteren Abend irgendwo auf dem australischen Kontinent klingt, ist nichts anderes als eine Aktivierungsübung auf der Probebühne des Theater Basel.
Was am Abend zu sehen ist: Menschen lassen Räume entstehen, ohne auf Bühnenbilder und Requisiten zurückzugreifen – das lernen wir aus erster Hand.
Stillstand und Bewegung, Wort und Tat, Gegenstand und Person, Geräusch und Stille, Tempo und Langsamkeit, Monolog und Interaktion. Sich zur Schau stellen, Rollen spielen aus sich heraustreten, ganz bei sich sein, sich verlieren. Und dabei mutig Bilder entstehen lassen. So funktioniert Schauspielerei.
Und was an einem Kulturtag (eigentlich: Theatertag) nie fehlen darf: ein Blick darauf, was hinter den Kulissen passiert. Das Labyrinth an Gängen und Räumen im riesigen Gebäude des Theater Basel ist immer wieder beeindruckend. Ebenso der unglaubliche Aufwand und die Energieleistung der insgesamt 400 Festangestellten, die hinter jeder Inszenierung stecken.
Im Stück von Bärfuss geht es um die Fragen, wie Menschen in Armut geraten können und wie sie mit ihrem Schicksal umgehen. Das Schauspiel hat wilde und auch lustige Seiten. Am Ende geht es aber um Armut, Ausgrenzung und Privilegien. Auch dazu konnten wir über ein Rollenspiel am Morgen schon viel in Erfahrung bringen.
Unser Theater spielt mit im Konzert der ganz Grossen. Auch was die Theater-Vermittlung angeht.
Ein Dank an die Theater-Schaffenden und an jene, die uns die Möglichkeit boten, den Kulturtag zu erleben.
Fotos: Es Text: Rg