Die kleine Stadt inmitten von Basel – eine Führung durch das Universitätsspital

 

Der Leiter der Transporttechnik, Herr André Gattlen, zeigte uns während unserer Führung durchs Unispital im Rahmen der Staatskunde-Woche die Vorgänge, die sich hinter den Kulissen abspielen, und führte uns durch Unbekanntes des auch liebevoll als «kleine Stadt» bezeichneten Universitätsspitals Basel. Herr Gattlen gestaltete die Tour durch den oft etwas lauteren Untergrund überraschend interessant, was wir anhand der vielen Informationen, die erwähnt wurden, nicht unbedingt erwarteten.

Mit seinen 20 Jahren Arbeitserfahrung, seiner Ruhe und seiner gelassenen Art spürten wir keinerlei Langeweile, auch nicht, als er viele Zahlenfakten nannte:

Quelle: BaZ online, 16. Februar 2018

Mit insgesamt um die eine Million Patienten jährlich — wovon zwei Drittel Notfallpatienten sind — ist klar, dass das reibungslose Funktionieren eines so komplexen Gebildes einen riesigen organisatorischen Aufwand erfordert. Dieser widerspiegelt sich auch in der hohen Zahl von Angestellten, 7500 Mitarbeitende, wobei über 50% davon Teilzeitangestellte sind.
Mit ungefär 2000 neuen Patienten-Fällen täglich, braucht es auch entsprechend professionelles Personal.
Die Bezeichnung «kleine Stadt» gibt es nicht ohne Grund und am deutlichsten trifft diese für die hohen Ausgaben für Wasser und Strom zu, welche sich auf 12 Millionen Franken pro Jahr belaufen. Weiter verdient sich das Spital seinen «Spitznamen» durch den enormen logistischen Aufwand und das eigene unterirdische Lagersystem. In jenem werden heute
25 Roboter betrieben, die zum Teil bereits seit 1977 vollautomatisch ihre Arbeit erledigen.
Sie transportieren enorme Mengen an Lebensmittel, Apothekengüter, Verbrauchsmaterial, die Wäsche und den produzierten Abfall, welcher 3.5 Tonnen Müll und 1.5 Tonnen Sondermüll beinhaltet.

Im zweiten Untergeschoss, wo sich Lüftung und Sanitäranlagen befinden, werden auch radioaktiv geladene Ausscheidungen von Krebspatienten sicher verschlossen gelagert.

Bei allgemeinem Stromausfall, der für Patienten lebensbedrohlich sein könnte, stellt hier in dieser untersten Etage ein unabhängiger Dieselmotor «Notfall-Energie» sicher.

Die gesamte 60 Fussballfelder grosse Anlage mit über 11000 Zimmern ist ein beeindruckendes Gesamtwerk. Nicht nur architektonisch weiss es einen Eindruck zu hinterlassen, sondern auch der der Allgemeinheit weniger bekannte Teil im Untergrund steht diesem in keiner Weise nach.
In Zukunft wird der «Campus Gesundheit» noch grösser werden — unter anderem durch einen 68 Meter hohen Neubau — und die Bezeichnung «kleine Stadt» dürfte dann noch zutreffender sein.

20.1.2020                        François, Siyananth, Dennis / W1b

 

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