Turbulente Seiten
Wie sich eine Handgreiflichkeit zwischen zwei Jungs zu einem vergifteten Streit zwischen zwei Ehepaaren entwickelt, lässt sich in Yasmina Rezas Drama «Gott des Gemetzels» nachlesen. Schritt für Schritt zeichnet die Autorin die verschiedenen Eskalationsstufen nach. Und man bekommt vor Augen geführt, wie wenig es braucht, um einen Konflikt aufbranden zu lassen, wenn keine Deeskalation stattfindet. Roman Polanskis Verfilmung dieser schwarzen Komödie mit dem Originaltitel «Carnage» mit einer grossartigen Besetzung steht der literarischen Vorlage in nichts nach. Und so schafft es der «Gott des Gemetzels» schliesslich in die Unterrichtsräume der W2-Klassen, die unter grossartiger Anleitung von Marie-Louise Uehlinger und vier aktuellen oder ehemaligen Schülerinnen und Schüler der WW-Theater-Crew einen Teil aus Rezas Stück szenisch interpretieren.