Die Heilstätte von Basilea

Am 21.01.2019 durften wir im Universitätsspital Basel einer Führung durch Christoph Morat, dem Projektleiter Architektur, beiwohnen. Das Universitätsspital ist seit 2012 unabhängig von einem Departement, davor gehörte es aber dem Gesundheitsdepartement an.

Nach einer kurzen Einführung in der Wandelhalle des Universitätsspitals zwingen wir uns alle in den Fahrstuhl und fahren bis ganz nach oben aufs Dach, um dort von Herrn Morat einige spannende Informationen zu den verschiedenen Gebäuden zu bekommen. Das Klinikum 1, das lange Gebäude rechts im Bild, wurde bereits im zweiten Weltkrieg erbaut und ist heute unter anderem auch die Frauenklinik. Das Klinikum 2, wurde in den Jahren 1975-1978 erbaut und liegt links neben Klinikum 1. Gegenüber dem Klinikum 1 befinden sich der Lehr- und Forschungsbereich und die Mensa. Heutzutage beschäftigt das Universitätsspital Basel ca. 7‘000 Mitarbeiter, von denen jedoch nur etwa 4‘500 Vollzeit arbeiten. Der Frauenanteil beträgt hohe 70 %.

Weiter geht‘s in die Lüftungsräume im 2. UG, wo wir interessante Details über die Luftzubereitung erfahren dürfen. Die Lüftung ist ein wichtiges Element im Universitätsspital, da sie die Temperatur regeln und die Keime und den Geruch aus der Luft filtern muss. Für die Operationssäle gibt es separate Lüftungen, welche die Luft auf 15 Grad herunterkühlen, um dem Wachstum von Bakterien und Keime vorzubeugen. Ebenfalls wird der Geruch, der beispielsweise beim Lasern von Fleisch verursacht wird, herausgefiltert.

Beim Durchschreiten der Katakomben des Universitätsspitals bewundern wir das ausgeklügelte Logistiksystem, welches aus drei verschiedenen Typen besteht. Als Erstes sind da die Rohrpostleitungen, welche in jede Station führen. Die Rohre beschleunigen kleine Pakete auf bis zu 5 m/s, so können Blutproben rasch und ohne zusätzliches Personal direkt ins Labor geschickt werden. Dann die autonomen Wagen, welche das Transportgut verteilen. Gesteuert werden diese Wagen durch Chips in den Containern, als Orientierung benutzen sie Laser und Reflektoren, welche im ganzen Untergrundsystem verteilt sind. Für mittelgrosse Pakete wird ein Fliessbandsystem unter der Decke benutzt, welches die Pakete von Station zu Station liefert. Die effiziente Verteilung von Medikamenten, Essen und Wäsche wäre ohne das Logistiksystem undenkbar.

Die Exkursion war für die Klasse I1b sehenswert und sehr informativ. Wir empfehlen eine Führung durch das Universitätsspital, weil sie eindrücklich ist und einen vertieften Einblick in die Logistik und Architektur des Spitals zeigt.

22.01.2019Jannik Loretan und Sebastian Ebinger / I1b

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