Indienaustausch März 2019

Der erste Eindruck 10.–13. März

Nachdem wir Sie auf dem Bahnsteig in Basel verlassen hatten, begann unsere Reise ins Abenteuer Indien. Alles verlief problemlos, ausser dass jemand versuchte, grosse Mengen Flüssigkeiten durch die Sicherheitskontrolle zu schmuggeln. Der tadelnde Blick des Beamten sagte alles…

Der Abflug in Zürich verzögerte sich um 45 Minuten und entgegen unseren Erwartungen war die A380 voll besetzt. An ein entspanntes Schlafen war nicht zu denken. Der Anschlussflug in Dubai war ebenfalls verspätet und gleichermassen voll besetzt. Mit zwei Stunden Verspätung kamen wir in Delhi an. Nach einer minutiösen Pass- und Visumkontrolle (mehrfach wiederholte Fingerabdrücke, «Verbrecherfotos» und aufwendigem «Gestempel» der Pässe) wurden wir herzlich von den neugierigen Gastfamilien empfangen und los gings in den gewöhnungsbedürftigen feierabendlichen Hupverkehr von Delhi.

 

Da wir alle sehr wenig geschlafen hatten, freuten wir uns auf ein paar Stunden Ruhe.

 

Am nächsten Morgen wurden wir mit Blumenketten an der Schule empfangen und der obligate rote Punkt (Tilaka) wurde uns auf die Stirn gemalt.

 

 

Los ging es mit Hindi Unterricht und der Herstellung von organischen Farben für das kommende Holi-Festival. Gegen Mittag machten wir einen Ausflug zum Humayun Mausoleum. Das Wetter war angenehm mit Sonnenschein und 25 °C.

 

Nach der Rückkehr wurden alle wieder von den Gastfamilien abgeholt und verbrachten den Abend zusammen.

 

Der Mittwoch begann mit einem Rundgang der Schule und einer Empfangszeremonie in der Aula.

Dem folgte ein kreativer Batik-Kurs. Durch Verknoten und anschliessendes Färben gestalteten wir bunte Tücher. Das Ergebnis liess sich sehen.

 

Vorher

 

Nachher

 

Am Nachmittag folgte ein Ausflug zum Akshardham Tempel. Die rigorosen Sicherheitsvorschriften erforderten sogar die Abgabe aller Smartphones (daher ausnahmsweise keine live Bilder sondern von Google). Sogar die Schuhe mussten deponiert werden und einige von uns befürchteten bereits, barfuss und ohne Handys den Rest des Aufenthalts verbringen zu müssen. Die Art und Weise wie einige sich auf Box mit den Handys stürzten, liess doch erste Entzugserscheinungen vermuten.

 

Morgen Donnerstag werden wir um 05.30 Uhr an der Schule erwartet, wo wir unsere Reise nach Agra (Taj Mahal) und Jaipur antreten werden. Wir sind gespannt und werden Sie auf dem Laufenden halten. Das nächste Update folgt am Sonntag…

Agra und Jaipur 14.–16. März

Tagwache um 04.45 Uhr! Die Reise nach Agra begann in aller Herrgottsfrühe und die Gesichter sahen alle noch sehr verschlafen aus. Nach einigem Augenreiben und Präsenzkontrolle ging die Fahrt im Reisebus los. Der Verkehr ist immer wieder ein Phänomen für sich und sehr gewöhnungsbedürftig. Hunde, Kühe und Tuk-Tuks tummeln sich auf der dreispurigen «Schnellstrasse», überholt wird je nach Belieben links oder rechts und «Hupen» ist die beliebteste Kommunikationsform, sie ersetzt blinken, bremsen und «fluchen». Erstaunlicherweise bleiben dabei alle ganz entspannt und Unfälle gibt es kaum, wobei nur wenige Autos ohne Kratzer und Beulen zu sehen sind. Es ist das perfekt organisierte Chaos. Die einzigen Verkehrsteilnehmer mit uneingeschränktem Vortritt sind Kühe:

 

Nach einigen Stunden Fahrt kamen wir in Agra an. Auf direktem Weg gingen wir zum Taj Mahal. Nach den obligaten Sicherheitskontrollen ergab sich uns folgender atemberaubender Blick:

 

Um ins Innere zu gelangen, durften wir unsere Schuhe mit einem modischen Überzug versehen:

 

Im Inneren war leider kein Fotografieren erlaubt.

 

Etwas ermüdet und hungrig erreichten wir das Marriott Hotel in Agra. Nach dem Essen und Check-in konnten wir die luxuriösen Zimmer geniessen, bevor es zum Agra «Red Fort» ging:

 

 

Der Guide fesselte uns alle mit seinen Stories zu den diversen Mogul Dynastien. Es wirkte beinahe wie eine Staffel zu «Game of Thrones»:

 

Nach dem Abendessen im Hotel genossen wir die luxuriösen Badezimmer und Betten. Am nächsten Morgen ging es um 07.30 Uhr los mit der Reise nach Jaipur. Auch dort wurden wir herzlich im Marriott Hotel empfangen und mit den obligaten roten Punkten (Tilaka) an der Stirn versehen:

 

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In Jaipur – der «rosa Stadt» (pink city) – besuchten wir den «City Palace», in dem der 22-jährige King of

 

Jaipur wohnt. Sein Antlitz (Bild «googlebar» 😊) entlockte einigen Mädchen ein hörbares Seufzen, dies verbunden mit dem Wunschtraum die zukünftige Königin von Jaipur zu werden.

 

Alle durften danach auf dem lokalen Markt ihre Künste beim Feilschen unter Beweis stellen. Dank der indischen Partner kamen alle stolz und zufrieden mit vollen Tüten (kein Plastik!) zurück.

 

Das Überqueren der Strasse wurde jeweils zu einem Abenteuer und der Guide setzte regelmässig sein Leben aufs Spiel, um uns sicher auf die andere Seite zu bringen. Seine Autorität wurde zum Glück von allen Verkehrsteilnehmern anerkannt und uns drohte zu keinem Zeitpunkt Gefahr.

 

Mit dem Bus ging es in einen Hotelkomplex in Form eines traditionellen «Dorfes» (Chokhi Dahni Resort), wo wir uns am Buffet so oft bedienen durften, wie wir wollten. Wir stellten fest, dass unsere Schülerinnen und Schüler erstaunlicherweise auch dieses Mal wieder mit dem reichhaltigen Dessert begannen. Es schien fast so, als dürften sie das zuhause nicht… 😉

 

Nach dem Essen ging es zum Unterhaltungsbereich, wo wir uns mit Kamel- und Elefantenreiten, Bogenschiessen, Henna-Tattoos und Handlesen vergnügen konnten.

Relativ spät und müde kamen wir im Hotel an und freuten uns wieder auf die königlich ausgestatteten Zimmer im Marriott Jaipur.

 

Wiederum früh ging es am folgenden Morgen zum Amer Fort, das eine halbe Stunde von Jaipur entfernt ist. Mit Jeeps legten wir die letzte Strecke zurück und genossen die Aussicht aus diesem Befestigungswerk.

 

Danach machten wir uns auf die Heimreise nach Delhi/Noida. Bei einem Zwischenstopp erhielten wir die Möglichkeit in einem Geschäft Schals, Kurti und Schuhe zu kaufen:

 

Wir erreichten die Schule gegen 21 Uhr, wo eine Überraschung auf uns wartete: Der Astronomie Club hatte seine Zelte aufgeschlagen und übernachtete auf dem Schulgelände. Wir durften «Glückslaternen» steigen lassen und durch ein Teleskop den Mond betrachten. Gegen 22 Uhr wurden alle Schülerinnen und Schüler von ihren Gastfamilien abgeholt. Müde von den vielen Eindrücken dürften alle tief und fest geschlafen haben. Der Sonntag verbringen wir alle mit unseren Gastgebern, bevor morgen wieder die Schule beginnt.

 

Wir melden uns mit einem dritten Bericht am Mittwoch. Bis dahin verabschieden wir uns von Ihnen und grüssen Sie herzlich aus dem faszinierenden, vibrierenden, farbenfrohen und hupenden Indien!

 

 

 

Zum Schluss noch dies:

 

Eigentlich dachten wir, wir müssten unsere Mädchen vor Fotowünschen schützen. Es stellte sich aber heraus, dass die Jungs die gefragteren Zielobjekte waren. Vielleicht eine Möglichkeit als «male model» in Indien sein Taschengeld aufzubessern…

 

Sonntag, Shopping, Dilli Haat, Yoga, Shopping, Töpfern, Shopping, Holi… 17.–21. März

Der Sonntag nach dem Reisetrubel Agra/Jaipur war sehr willkommen und erlaubte uns, die Morgenruhe etwas länger zu geniessen, wenn auch nicht ganz so luxuriös wie in den beiden Marriott Hotels Agra und Jaipur. Den restlichen Sonntag verbrachten die Schülerinnen und Schüler individuell mit ihren Gastfamilien. Bis auf den Abend, an welchem sich alle zu einem Abendessen als Vorfeier zu Léana Aubrys Geburtstag trafen.

 

Der Montag begann mit einer Yogalektion an der Schule. Auch wenn ein ziemliches Knacksen und Stöhnen zu hören war, versicherte uns die indische Begleiterin, dass sich die Gruppe als sehr dehnbar beweise:

 

Zum Glück besteht Yoga auch aus Übungen, welche das innere Karma stärken sollen:

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Bei einigen dürfte das innere «Karma» frühmorgens zu stark gewesen sein:

Am Schluss der Yogalektion erhielten wir die Batiktücher zurück, welche wir am 2. Tag gefärbt hatten.

 

Die Tücher waren mittlerweile in einem Salzbad «fixiert» worden, sodass die Farben erhalten bleiben:

Danach besuchten wir in kleinen Gruppen verschiedene Unterrichtslektionen. Klassenbestände von 40 sind nicht unüblich und das Mobiliar stünde bei uns wohl eher im Keller. Dies hindert jedoch weder das Engagement der Lehrpersonen noch den Lernwillen der Schülerinnen und Schüler.

 

Der Besuch einer IT-Lektion zeigte, dass die Ausbildung in diesem Bereich weit fortgeschritten ist. Bereits auf Stufe 12. Schuljahr (ca. 15-jährige) wird ausgiebig programmiert, werden Websites erstellt und Datenbanken aufgebaut. Das bereits vorhandene Grundwissen stellt unsere Ausbildung in diesem Bereich weit in den Schatten. Sehr beeindruckend!

 

Der Nachmittag stand wieder ganz im Zeichen des «Shopping». Wir besuchten einen bekannten Markt namens «Dilli Haat».

Wiederum halfen die indischen Partner beim «Feilschen», sodass die meisten von uns «echte Schnäppchen» ergattern konnten und nicht bloss dem «makka gudd price for you» auf den Leim gingen.

 

Der Dienstagmorgen begann mit einer Töpferlektion. Was leicht aussah, erwies sich in der Praxis doch etwas schwieriger. Die geübten Finger des Lehrers liessen die Form jeweils rasch entstehen, sobald unsere etwas ungeschickteren Hände sich am drehenden Teller versuchten, entstanden allerlei kuriose Formen, nur nicht das gewünschte Produkt. Einige gingen zu beherzt an die Sache und «würgten» die ursprüngliche Tonform gleich in den ersten Sekunden mit einem «Quetschgriff» ab. Andere sorgten dafür, dass viel Ton umhergeschleudert wurde, was auch nicht zwingend das eigentliche Ziel war. Die Geduld des Lehrers war beeindruckend.

In der Folge besuchten wir wieder verschiedene Unterrichtslektionen. Die Lektion der Englischlehrerin zeigte, wie schön ein Gedicht interpretiert werden kann. Philosophie und Gedichte wirken bei vielen Schülerinnen und Schülern als Schlafmittel, nicht so hier! Die Art und Weise wie die Lehrerin das Thema vortrug, war so fesselnd, dass alle an ihren Lippen hingen und aufmerksam zuhörten. Insbesondere die Moral der Geschichte beeindruckte uns alle, nämlich dass Gutgläubigkeit und Bescheidenheit häufig von Dritten missbraucht werden.

 

Gegen Mittag konnte man spüren, dass der Sommer naht. Die Temperaturen lagen bis anhin im moderaten Bereich von 23–28 °C. Heute stiegen sie merklich über die 30 °C Grenze.

 

Dies machte den Ausflug zu «Qutub Minar» zu einem schweisstreibenden Erlebnis. Die Fahrt im unklimatisierten Bus dauerte knapp zwei Stunden, meist im üblichen Verkehrsstau, begleitet von wilden Spurwechseln – selbstverständlich jeweils ohne Angabe eines Richtungswechsels – und andauerndem Hupen gefolgt von Drücken, Drängeln und Vorbeizwängen, alles aber jeweils mit Ruhe und Gelassenheit.

 

Was bei uns allen anfänglich zu hohen Blutdruckschwankungen und bleichen Gesichtern führte, wurde mittlerweile bereits als normal empfunden und verursachte kaum noch grosses Erstaunen.

 

Höchstens ein Radwechsel oder «grosser Service» von Fahrzeugen auf der Schnellspur konnte manchmal noch entsprechende Aufmerksamkeit erwecken. Auch die teilweise unkonventionelle Art eine Busfahrt zu absolvieren, wurde mit Erstaunen zur Kenntnis genommen oder die flexiblen Transportvarianten auf dem Motorrad (man beachte vor allem die elegante seitliche Sitzposition der Mitfahrerin – wohlgemerkt bei Tempo 60 ohne Helm!):

Ein Grundkurs in Delhi für alle Schweizer Verkehrspolizisten wäre empfehlenswert. Dies würde bei ihnen nach der Rückkehr in die Schweiz zu vielmehr Gelassenheit und Toleranz führen. 😊

 

Am Ziel angekommen, zeigte sich uns folgendes Bild:

 

Die Hitze machte uns zu schaffen und die wenigen Schattenplätze waren sehr beliebt.

Gegen 15.00 Uhr waren wir wieder zurück an der Schule, wo die Gastfamilien wieder das Zepter übernahmen.

 

Am Mittwoch weckte ein Kochkurs als erste Lektion unsere Neugier, insbesondere da es sich um indische Spezialitäten handelte. Was erstaunte war, dass die Jungs das Fladenbrot mit gleicher Neugier in der Pfanne herrichteten wie die Mädchen:

Wir können bezeugen, liebe Eltern, dass alle Ihre Kinder durchaus Potenzial haben, exzellente Köchinnen und Köche zu werden. Sollte dies jemand bestreiten, wären wir bereit das Gegenteil mit Videobeweisen zu beschwören. 😉

 

Das Highlight aber war die Vorstellung von 620 Kindern im grossen Auditorium. Die Darbietung musste in zwei Durchgängen durchgeführt werden, da der Raum jeweils mit gegen 1’000 Eltern und Grosseltern gefüllt war. Wir hatten unsere Schülerinnen und Schüler darauf aufmerksam gemacht, bitte in langen Hosen und anständig angezogen zu erscheinen. Wir wurden ebenfalls wohlwollend empfangen und durften auf der Bühne vom Chairman, Mr Grover, ein Geschenk entgegennehmen. In alphabetischer Reihenfolge und beinahe perfekter Choreografie traten unsere Schülerinnen und Schüler auf die Bühne. Freudig fiel uns auf, dass sich einige auf Hindi bedankten. Danach wurde vom offiziellen Fotografen ein Foto für das Schulmagazin gemacht. (Sobald wir dieses erhalten haben, werden wir es Ihnen zukommen lassen.)

 

 

Unsere Konrektorin, Eva Palaiologos, durfte mit einer Rede die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Schulen hervorheben:

Nach der Vorstellung mussten wir den Raum umgehend verlassen, denn die nächste Charge Eltern drängte bereits ins Auditorium, während die meisten noch drinnen waren.

 

Für die Schüler ging es danach zur Tanzklasse, die auf Anfrage von Herrn Joggi nun doch stattfinden konnte. Aus den Videos schliessen wir, dass es der Gruppe gefallen hat. Wir Lehrpersonen nahmen unsere offiziellen Plätze für die zweite Darbietung ein und durften das Spektakel nochmals geniessen. Wir stellten fest, dass die «tiny tots» (kleine Knirpse), wie die 4–6-Jährigen liebevoll genannt werden, in der zweiten Show fast noch energetischer waren als in der ersten. Einige wussten offenbar, dass ihre Familien anwesend sein mussten und riefen von der Bühne «Mama?!» und winkten wild, während sie tanzten. Andere wiederum versuchten ihre Differenzen mit den Ellbogen auf der Bühne zu klären. Dies war aber nichts gegen die Eltern, die auch hier wieder nach der Vorstellung nach vorne drängten, um die beste Position für ein Foto ihres Kindes zu ergattern.

 

Morgen Donnerstag findet hier ein nationaler Feiertag namens «Holi» statt. Zelebriert werden dabei Licht und Farben, dabei werden die natürlich hergestellten Farben in wildem Chaos gegenseitig angeworfen, ähnlich der «Tomatenschlacht» in Pamplona. Wir haben unsere Schülerinnen und Schüler darauf hingewiesen, dass es von Vorteil wäre, wenn sie bei der Passkontrolle am Flughafen doch noch eine gewisse Ähnlichkeit mit ihrem Passbild haben sollten. Ansonsten, liebe Eltern, kann es sein, dass ihre Tochter oder ihr Sohn noch eine Woche in Indien anhängen muss, bis die Farbe wieder ausgewaschen ist…

 

Wir wissen im Moment noch nicht, wie wir «ungeschoren» aus diesem Festival herauskommen werden. Sollten einige Ihrer Töchter und Söhne mit einem «punkigen» Haarstil nach Hause kommen, so wissen Sie woher. Auch die Kleider könnten leichten Verfärbungen unterworfen werden. Es wurde uns aber versichert, dass die Farben aufgrund ihrer organischen Herkunft wieder auswaschbar seien.

 

Wir verabschieden wir uns mit diesem letzten Bericht von Ihnen und hoffen, einen farbigen und lebendigen Eindruck von unserem Indienaufenthalt vermittelt zu haben.

 

Bis am Freitagabend am Bahnhof Basel…ca. 22.30 h!

 

Herzliche Grüsse

 

Eva Palaiologos, Roland Joggi und Marie-Louise Uehlinger

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